Deutscher WM Kader bekanntgeben
Manuel Neuer ist wieder da. Zwei Jahre nach seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft steht der 40-Jährige im deutschen WM-Kader, den Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt präsentiert hat. Neuer ist der einzige Weltmeister im Aufgebot und soll laut Nagelsmann allein durch seine „Aura“ Wirkung entfalten. 25 weitere Namen komplettieren den Kader für das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko, das am 14. Juni mit dem deutschen Auftakt gegen Curaçao in Houston beginnt.
Deutscher WM Kader im Überblick
Im Tor stehen neben Neuer Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim und Alexander Nübel vom VfB Stuttgart. Nagelsmann bezeichnete Baumann als
„Weltklasse-1b-Lösung“.
Jonas Urbig, Neuers Kronprinz beim FC Bayern, reist als Trainingstorwart mit, gehört aber nicht zum offiziellen Aufgebot. In der Abwehr setzt der Bundestrainer neben Kapitän Joshua Kimmich und Dortmunds Nico Schlotterbeck auch auf Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt, einen ehemaligen U-21-Nationalspieler.
Im Mittelfeld überraschte die Nominierung von Mainz-Profi Nadiem Amiri, dem Nagelsmann
„Fähigkeiten als Joker“ und „einen außergewöhnlichen Abschluss“
attestierte. Kölns 19-jähriger Said El Mala, der noch kein A-Länderspiel absolviert hat, bekam hingegen keinen Anruf. Auch Maximilian Mittelstädt und Chris Führich, beide bei der EM noch dabei, sind nicht nominiert.
Im Sturm fehlt EM-Held Niclas Füllkrug. Nagelsmann setzt vorn auf Kai Havertz, Nick Woltemade, Deniz Undav, Florian Wirtz, Leroy Sané, Jamal Musiala, Maximilian Beier und Lennart Karl. „Wir haben diskutiert bis kurz vor knapp. Alle haben sich sportlich und menschlich qualifiziert, sie passen zueinander“, sagte Nagelsmann zu seiner Auswahl.

Pokalfinale, Champions League, Testspiele
Bis zum WM-Auftakt ist der Fahrplan eng. Am 23. Mai treffen im DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion gleich elf WM-Fahrer aufeinander: FC Bayern, der mit
- Neuer, Kimmich,
- Aleksandar Pavlovic,
- Leon Goretzka,
- Musiala und
- Karl
antritt, gegen den VfB Stuttgart mit Nübel, Angelo Stiller, Jamie Leweling und Undav.
Wegen dieses Finals trifft sich die DFB-Elf erst am 27. Mai in Herzogenaurach, zwei Tage später als ursprünglich geplant. Kai Havertz kommt noch später dazu. Der Arsenal-Profi bereitet sich parallel auf das Champions-League-Finale am 30. Mai in Budapest vor, wo die Gunners auf Titelverteidiger Paris Saint-Germain treffen.
Am 31. Mai steht in Mainz das Länderspiel gegen Finnland an, am 2. Juni fliegt der DFB-Tross nach Chicago. Dort folgen ein Kurztrainingslager und am 6. Juni das letzte Testspiel gegen WM-Co-Gastgeber USA. Am 7. Juni geht es weiter ins Teambasecamp nach Winston-Salem in North Carolina. Das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika findet am 11. Juni in Mexico City statt, drei Tage später greift Deutschland in Houston ein.
Was dieser Kader bedeutet
Nagelsmanns Entscheidung für Neuer ist mehr als Nostalgie. Ein 40-Jähriger als Nummer 1 bei einer WM ist ein klares Signal: Der Bundestrainer wählt Erfahrung und Ausstrahlung über Kontinuität im Aufbau. Gleichzeitig zeigen die Nominierungen von Amiri und Brown, dass Nagelsmann bereit ist, auf Spieler zu setzen, die vor wenigen Monaten noch keine gesicherte Rolle im DFB-Umfeld hatten. El Malas Nicht-Nominierung trotz anderslautender Medienberichte zeigt, wie viel in den letzten Tagen vor der Bekanntgabe noch diskutiert wurde.
Deutschland startet mit einem breiten Premier-League-Block, starker Bundesliga-Basis und einem Torwart, der eigentlich schon aufgehört hatte. Ob das reicht, um beim 48-Nationen-Turnier mit 104 Spielen weit zu kommen, entscheidet sich ab dem 14. Juni in Houston.
Quellen: n-tv.de, kicker.de, zeit.de
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