5 Krawattenknoten für den stilvollen Auftritt eines Gentlemans

Krawattenknoten binden: Diese 5 Krawattenknoten muss jeder Mann kennen!

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17 Minuten Lesezeit
Krawattenknoten
Krawattenknoten binden: Diese 5 Krawattenknoten muss jeder Mann kennen! Bildquelle: Canva

Was ist der beste Krawattenknoten? Wir verraten: Diese 5 Krawattenknoten gibt es – wie und wann Du sie richtig trägst …

Die Wahl des richtigen Krawattenknotens ist entscheidend, um einen Eindruck von Raffinesse und Eleganz zu vermitteln. Hier sind drei klassische Knoten, die einen Gentleman stilvoll kleiden:

  1. Der Four-in-Hand-Knoten: Ein Hauch von Lässigkeit

Der Four-in-Hand-Knoten, auch „einfacher Krawattenknoten“ genannt, ist ein Klassiker für seine Einfachheit und seinen etwas legeren Charme. Obwohl seit ca. 1860 bekannt, ist der sogenannte Four-in-hand Krawattenknoten eine auch aktuell sehr beliebte und moderne Technik, seine Krawatte zu binden.

Sie wird oft genutzt, denn dieser leicht asymmetrische Knoten passt sehr gut zu einem „Casual-Business-Look“. Zudem passt seine schlanke und asymmetrische Form optimal zu den meisten Krawattenarten und Kragenweiten. Dieser Knoten ist ideal für den täglichen Gebrauch oder für ungezwungene Anlässe. Die Leichtigkeit beim Binden und sein leicht abgeschrägtes Aussehen machen ihn zu einer beliebten Wahl für viele Gentlemen.

So bindet man den „Four in Hand“ Krawattenknoten:

Schritt 1: Beginne mit dem breiten Ende der Krawatte auf der rechten Seite und das schmale Ende auf der linken Seite. Stelle sicher, dass das breite Ende länger ist als das schmale Ende.

Schritt 2: Überkreuze das breite Ende über das schmale Ende von links nach rechts.

Schritt 3: Führe das breite Ende hinter dem schmalen Ende von rechts nach links.

Schritt 4: Überkreuze das breite Ende erneut über das schmale Ende, von links nach rechts.

Schritt 5: Führe das breite Ende auf der Rückseite durch die Schlaufe, die sich am Hals bildet.

Schritt 6: Ziehe langsam an beiden Enden der Krawatte, um den Knoten zu straffen.

Schritt 7: Justiere den Knoten, indem du leicht am breiten Ende ziehst und ihn gleichmäßig verteilst.

Anleitung für Deinen perfekten Four-in-Hand-Knoten:

  1. Der Windsor-Knoten: Kraftvolle Eleganz

Der Windsor-Knoten, in seiner vollen oder halben Variante, strahlt Eleganz und Stärke aus. Seine Breite und Symmetrie verleihen dem Outfit eine markante Präsenz. Der volle Windsor-Knoten eignet sich besonders gut für breitere Krawatten und förmliche Veranstaltungen. Er erfordert etwas mehr Geschick beim Binden, doch das Ergebnis ist ein kraftvoller und formeller Look. Der Windsor-Knoten passt gut zu Hemden mit breiten Kragen, wie dem klassischen Windsor- oder Cutaway-Kragen.

So bindet man den „Windsor-Knoten“:

Schritt 1: Beginne mit dem breiten Ende der Krawatte auf der rechten Seite und das schmale Ende auf der linken Seite. Stelle sicher, dass das breite Ende länger ist als das schmale Ende.

Schritt 2: Überkreuze das breite Ende über das schmale Ende von links nach rechts.

Schritt 3: Führe das breite Ende hinter dem schmalen Ende von rechts nach links.

Schritt 4: Wickel das breite Ende um das schmale Ende, indem du es von links nach rechts über die Vorderseite führst.

Schritt 5: Führe das breite Ende von unten nach oben durch die Schlaufe, die am Hals gebildet wird.

Schritt 6: Wickel das breite Ende erneut um das schmale Ende, diesmal von rechts nach links über die Vorderseite.

Schritt 7: Führe das breite Ende erneut von unten nach oben durch die Schlaufe.

Schritt 8: Ziehe langsam an beiden Enden der Krawatte, um den Knoten zu straffen.

Schritt 9: Justiere den Knoten, indem du leicht am breiten Ende ziehst und ihn gleichmäßig verteilst.

Anleitung für Deinen perfekten Windsor-Knoten:

Wann trägt man den Windsor-Knoten:

Der Windsor-Knoten ist besonders geeignet für formelle Anlässe wie Geschäftstreffen, Hochzeiten oder andere feierliche Veranstaltungen. Aufgrund seiner Größe und Fülle passt er gut zu Hemden mit breiten Kragen, da er den Krawattenknoten harmonisch ausfüllt. Vermeide jedoch den Windsor-Knoten bei Hemden mit schmalen Kragen, da dies das Gleichgewicht stören kann. Für den Alltag oder informellere Anlässe ist der Four-in-Hand-Knoten oft die bessere Wahl, da er weniger auffällig ist.

  1. Der Kent-Knoten: Einfachheit mit Eleganz

Der Kent-Knoten, weniger auffällig, aber dennoch elegant, ist eine unkomplizierte Wahl. Dieser Krawattenknoten ist perfekt für dünnere Krawatten oder für Männer, die einen subtileren Stil bevorzugen. Seine Einfachheit macht ihn zur optimalen Wahl für den Alltag oder informelle Zusammenkünfte. Dieser Knoten ist schnell gebunden und verleiht einen dezenten, doch stilvollen Touch.

So bindet man den „Kent-Knoten“:

Schritt 1: Beginne mit dem breiten Ende der Krawatte auf der rechten Seite und das schmale Ende auf der linken Seite. Stelle sicher, dass das breite Ende länger ist als das schmale Ende.

Schritt 2: Überkreuze das breite Ende über das schmale Ende von links nach rechts.

Schritt 3: Führe das breite Ende hinter dem schmalen Ende von rechts nach links.

Schritt 4: Wickle das breite Ende um das schmale Ende, indem du es von links nach rechts über die Vorderseite führst.

Schritt 5: Führe das breite Ende von unten nach oben durch die Schlaufe, die am Hals gebildet wird.

Schritt 6: Ziehe langsam an beiden Enden der Krawatte, um den Knoten zu straffen.

Schritt 7: Justiere den Knoten, indem du leicht am breiten Ende ziehst und ihn gleichmäßig verteilst.

Der Kent-Knoten ist perfekt für den täglichen Gebrauch und informelle Anlässe. Seine Schlichtheit und Schmalheit machen ihn besonders gut geeignet für schmale Krawatten und Hemden mit schmalen Kragen.

Anleitung für Deinen perfekten Kent-Knoten:

Wann trägt man den Kent-Knoten:

Der Kent-Knoten eignet sich hervorragend für den Büroalltag, informelle Treffen oder andere Gelegenheiten, bei denen ein dezenter und unauffälliger Stil erwünscht ist. Er ist besonders passend für schmale Krawatten und schmale Kragen, da er einen schlanken und gepflegten Look bietet, der nicht zu auffällig ist. Vermeide ihn jedoch bei breiten Kragen, da der schmale Knoten das Gleichgewicht stören kann.

  1. Der Pratt-Knoten: Schlicht und Vielseitig

Der Pratt-Knoten, auch bekannt als Shelby-Knoten, ist eine schlanke und vielseitige Wahl. Er zeichnet sich durch seine symmetrische Form aus und passt gut zu den meisten Krawatten und Kragenarten. Dieser Knoten eignet sich für formelle Anlässe ebenso wie für den täglichen Gebrauch. Er ist leicht zu binden und behält dennoch eine elegante Erscheinung bei.

So bindet man den „Pratt-Knoten“:

Schritt 1: Beginne mit dem breiten Ende der Krawatte auf der rechten Seite und das schmale Ende auf der linken Seite. Stelle sicher, dass das breite Ende länger ist als das schmale Ende.

Schritt 2: Überkreuze das breite Ende über das schmale Ende von rechts nach links.

Schritt 3: Führe das breite Ende hinter dem schmalen Ende von links nach rechts.

Schritt 4: Wickel das breite Ende um das schmale Ende, indem du es von rechts nach links über die Vorderseite führst.

Schritt 5: Führe das breite Ende von oben nach unten durch die Schlaufe, die am Hals gebildet wird.

Schritt 6: Wickel das breite Ende erneut um das schmale Ende, diesmal von links nach rechts über die Vorderseite.

Schritt 7: Führe das breite Ende erneut von oben nach unten durch die Schlaufe.

Schritt 8: Ziehe langsam an beiden Enden der Krawatte, um den Knoten zu straffen.

Schritt 9: Justiere den Knoten, indem du leicht am breiten Ende ziehst und ihn gleichmäßig verteilst.

Der Pratt-Knoten ist eine gute Wahl für Krawatten aller Breiten und passt zu den meisten Kragenstilen.

Wann trägt man den Pratt-Knoten:

Der Pratt-Knoten eignet sich für eine Vielzahl von Anlässen, sowohl formelle als auch informelle. Er ist eine gute Option für den täglichen Bürogebrauch sowie für Geschäftstreffen oder Abendveranstaltungen. Da er weder zu groß noch zu klein ist, kann er mit verschiedenen Kragenformen kombiniert werden. Der Pratt-Knoten verleiht dem Träger einen ordentlichen und professionellen Look, ohne zu aufdringlich zu wirken.

Anleitung für Deinen perfekten Pratt-Knoten:

  1. Der Onassis-Knoten: Ein Hauch von Extravaganz

Der Onassis-Knoten ist ein unkonventioneller und seltener Knoten, der durch seine Einzigartigkeit besticht. Hierbei wird die Krawattenspitze um die Vorderseite des Knotens gewickelt, um einen ungewöhnlichen Look zu erzeugen. Dieser Knoten ist eher für mutige und avantgardistische Outfits geeignet, da er einen auffälligen und exzentrischen Eindruck hinterlässt.

So bindet man den „Onassis-Knoten“:

Schritt 1: Beginne mit dem breiten Ende der Krawatte auf der rechten Seite und dem schmalen Ende auf der linken Seite. Stelle sicher, dass das breite Ende länger ist als das schmale Ende.

Schritt 2: Überkreuze das breite Ende über das schmale Ende von rechts nach links.

Schritt 3: Führe das breite Ende hinter dem schmalen Ende von links nach rechts.

Schritt 4: Wickel das breite Ende um das schmale Ende, indem du es von rechts nach links über die Vorderseite führst.

Schritt 5: Führe das breite Ende von oben nach unten durch die Schlaufe, die am Hals gebildet wird.

Schritt 6: Statt den Knoten zu straffen, lasse absichtlich einen kleinen Schlaufenknoten an der Vorderseite der Krawatte entstehen.

Wann verwendet man den Onassis-Knoten:

Der Onassis-Knoten wird selten für formelle oder geschäftliche Anlässe empfohlen, da er eher auffällig und eigenwillig ist. Stattdessen kann dieser Knoten für besondere und modische Anlässe getragen werden, bei denen man sich einen Hauch von Extravaganz erlauben kann. Es ist wichtig zu beachten, dass der Onassis-Knoten nicht den traditionellen Geschäfts- oder formellen Dresscode widerspiegelt und daher mit Bedacht verwendet werden sollte.

Aufgrund seines ungewöhnlichen Aussehens und der Tatsache, dass er nicht den klassischen Symmetrie- und Proportionselementen entspricht, ist der Onassis-Knoten eher eine persönliche Stilentscheidung und sollte mit Vorsicht getragen werden.

Die Geschichte des „Onassis“-Knoten – eine Hommage an Aristoteles Onassis ..

Aristoteles Onassis
Aristoteles Onassis 1967
Bildquelle: Pieter Jongerhuis, CC BY-SA 3.0 NL, via Wikimedia Commons

Die Geschichte des Onassis-Knotens hat eine interessante und unterhaltsame Note, die eng mit dem berühmten griechischen Reeder und Milliardär Aristoteles Onassis verknüpft ist. Es wird erzählt, dass der Knoten erstmals in den 1980er Jahren in den USA auftauchte und von einer Gruppe von Anzugträgern im Finanzviertel von New York City erfunden wurde.

Die Legende besagt, dass diese Gruppe von Geschäftsleuten einen Wettbewerb ins Leben rief, um den auffälligsten Krawattenknoten zu kreieren. Ein besonders kreativer Gentleman namens George Onassis – ohne familiäre Verbindung zu Aristoteles Onassis – präsentierte diesen extravaganten Knoten, bei dem ein kleiner Schlaufenknoten an der Vorderseite der Krawatte entstand. Die auffällige Erscheinung und die unkonventionelle Natur des Knotens fanden Anklang bei den Teilnehmern des Wettbewerbs und darüber hinaus.

Obwohl der Knoten nicht den traditionellen Etikette-Regeln entsprach, wurde er aufgrund seiner Einzigartigkeit und Theatralik schnell als der „Onassis-Knoten“ bekannt. Die Geschichte erzählt, dass die Namensgebung als Hommage an Aristoteles Onassis erfolgte, um dem Knoten eine gewisse Aristokratie und Raffinesse zu verleihen.

So wurde der Onassis-Knoten nicht nur zu einem modischen Statement, sondern auch zu einer humorvollen Hommage an die kreative Exzentrik und den Glamour vergangener Zeiten. Beachte jedoch, dass diese Geschichte möglicherweise mehr auf Anekdoten als auf historischen Fakten beruht. Der Onassis-Knoten bleibt dennoch ein unterhaltsames und eigenwilliges Element in der Welt der Krawattenknoten.

FAZIT: Was ist der beste Krawattenknoten?

Die Wahl des besten oder geeignetsten Krawattenknotens hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich persönlichem Stil, Anlass und Kragenform des Hemdes. Der Four-in-Hand-Knoten ist vielseitig und für die meisten Gelegenheiten passend. Er ist leicht zu binden und passt gut zu verschiedenen Kragenstilen.

Für formellere Anlässe und breitere Kragen ist der Windsor-Knoten eine elegante Wahl. Der Kent-Knoten eignet sich gut für den täglichen Gebrauch und informelle Anlässe, insbesondere wenn schmale Krawatten und schmale Kragen getragen werden.

Der Pratt-Knoten ist eine vielseitige Option, die für verschiedene Anlässe und Kragenformen geeignet ist. Der Onassis-Knoten hingegen ist eher unkonventionell und sollte mit Bedacht für modische oder unterhaltsame Anlässe gewählt werden.

Letztendlich ist der beste Krawattenknoten subjektiv und hängt von persönlichen Vorlieben sowie dem Kontext der jeweiligen Situation ab. Es ist ratsam, verschiedene Knoten auszuprobieren und denjenigen zu wählen, der am besten zum eigenen Stil und zum jeweiligen Anlass passt.

Entscheidungsfaktoren bei der Wahl des Krawattenknotens

  • Krawatte und Hemd: Die Breite der Krawatte sollte im Einklang mit der Kragenweite und -form des Hemdes stehen, um einen ausgewogenen Look zu erzielen.
  • Anlass und Stil: Die Wahl des Knotens sollte dem Anlass entsprechen – ob formell oder informell. Das Ziel ist es, den gewünschten Stil und Eindruck zu vermitteln.
  • Persönlicher Geschmack: Letztendlich sollte der Knoten dem persönlichen Stil und der Persönlichkeit des Gentleman entsprechen, um ein authentisches und selbstbewusstes Auftreten zu unterstreichen. Die Wahl des richtigen Krawattenknotens kann einen subtilen, aber entscheidenden Unterschied im Gesamtbild eines Gentleman ausmachen. Es ist eine Kunst, die Krawatte mit Eleganz zu binden und gleichzeitig Persönlichkeit und Stil auszudrücken. Experimentiere mit verschiedenen Knoten, finde deinen eigenen Stil und trage ihn mit Selbstbewusstsein!

Beiträge, speziell von der Mens-Mag.de Redaktion ausgewählt. Nicht alle Artikel unseres Magazins erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Unter anderem, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben.

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