Sebastian Vettel beim London-Marathon
Der viermalige F1-Weltmeister knackte in London die für Hobbyläufer magische Marke von drei Stunden. Der Deutsche kam nach 2:59:08 Stunden ins Ziel
Rückblick: Während der Fokus der Öffentlichkeit vor allem und verständlicherweise auf dem neu aufgestellten Marathon-Weltrekord des Kenianers Sebastian Sawe lag, glänzte noch ein ganz anderer mit einer starken Leistung: Sebastian Vettel hat am beim London-Marathon 2026 sein Läufer-Debüt geliefert.
Mit Erfolg: Der 38-Jährige Ex-F1-Fahrer lief die 42,195 Kilometer in 2:59:08 Stunden und blieb damit hauchdünn unter der für Hobbyläufer magischen Drei-Stunden-Marke.
Vettel lief beide Hälften unter 90 Minuten, das sind durchschnitt 4:14 Minuten pro Kilometer. Für ein Marathon-Debüt ist das ordentlich. Für jemanden, der jahrelang im Cockpit saß, ist es bemerkenswert und nüchtern betrachtet schlicht stark.
Auch vier Jahre nach seinem Rücktritt aus der Formel 1 zeigt sich Sebastian Vettel in beeindruckender Verfassung. Der vierfache F1-Weltmeister, der seine Karriere nach der Saison 2022 beendet hatte, bewies beim London-Marathon am Sonntag, den 26. April 2026 eindrucksvoll, dass er körperlich weiterhin topfit ist.
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Sebastian Vettel beim London-Marathon: Was passiert ist
Vettel startete mit der Nummer 45294 und zog das Rennen gleichmäßig durch. Die erste Halbdistanz absolvierte er in 1:29:18 Stunden, die zweite in 1:29:40 Stunden. Kaum Einbruch, kaum Tempoverlust. Rund 14,1 Kilometer pro Stunde im Schnitt. Im Ziel sagte er gegenüber der BBC:
„Es hat sich sehr lang angefühlt, aber es war mein erstes Mal, deswegen wusste ich nicht, was mich erwartet.“
Und dann, erschöpft aber klar:
„Ich bin angetreten, um unter drei Stunden zu bleiben. Das ist mir gelungen. Ich kann es den Leuten nur empfehlen, sich anzumelden.“
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Sebastian Vettel beim London-Marathon: Wie es dazu kam
Den Anstoß gab ein Podcast-Auftritt. Vettel sprach im „Beyond the Grid“-Podcast der Formel 1 mit Host Tom Clarkson über seine Lauf-Leidenschaft, Clarkson nutzte die Gelegenheit und überredete ihn zum Start in London. Vettel lief dort für zwei von Clarkson ausgewählte Benefiz-Organisationen: die Brain and Spine Foundation sowie den Grand Prix Trust. Charity-Engagement ist für Vettel kein Neuland. Bereits als aktiver Rennfahrer setzte er sich für Umwelt- und Wohltätigkeitsbelange ein, zuletzt machte er mit der Organisation der ersten inklusiven Segelregatta beim Sail GP in Deutschland auf sich aufmerksam.
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Wer sonst noch dabei war
Vettel war nicht der einzige Prominente auf der Strecke. Der englische Ex-Fußballer Tony Adams lief ebenfalls mit. Und auch TV-Moderator Kai Pflaume, 58, war in London am Start. Pflaume kam nach 3:18:32 Stunden ins Ziel, rund 15 Minuten schneller als bei seinem New-York-Marathon-Start im Jahr 2023.
Übrigens: Die Sportbekleidungsmarke „Adidas“ wurde ebenfalls zu einem Überraschungs-Sieger des London-Marathon. Drei Podestplätze, ein Schuh, ein Hersteller. Der deutsche Sportartikel-Gigant Adidas dominiert gerade überraschend ein Gebiet, welches traditionell von dem US-amerikanischen Konkurrenten Nike angeführt wurde: Den Laufsport! Alle Hintergründe, wie es dazu kommen konnte und was das für die Sportausrüster-Giganten sowie den Laufsport bedeutet, erfährst du in diesem Artikel.
Fakt ist: Vettel hat sich sein ambitioniertes Ziel gesetzt und es auf Anhieb erreicht. Ob er weitermacht oder es bei diesem einen Erlebnis belässt, ließ er offen. Seine Empfehlung an alle, die noch zögern, hat er jedenfalls schon abgegeben.
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Quellen: n-tv.de, Social-Media-Recherche (F1, Fan-Accounts, etc.), SportBild, Eurosport
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