Tech-News: Endgültig Schluss mit Kabel-Salat?
USB-C-Pflicht gilt jetzt auch für Laptops
USB-C für Laptops: Das ändert sich für Verbraucher, Tech-Nerds und Laptop-Nutzer
Schluss mit proprietären Steckern, Schluss mit dem Kabelsalat im Rucksack. Ab sofort gilt in der EU für alle neuen Laptops eine USB-C-Pflicht beim Ladeanschluss. Was für Smartphones, Tablets und Kopfhörer bereits seit Ende 2024 verbindlich ist, greift nun auch für mobile Computer, die bis zu 240 Watt Leistung aufnehmen.
Eine jahrelange Übergangsfrist ist damit Geschichte. Für Verbraucher klingt das nach einer eindeutigen Erleichterung, ganz so simpel ist es aber nicht.
Was sich jetzt ändert
Die neue Regelung verpflichtet Hersteller auf zwei Ebenen. Erstens muss jeder neue Laptop einen USB-C-Ladeanschluss mitbringen, ohne Ausnahme. Zweitens dürfen Hersteller ihre Geräte nicht mehr ausschließlich im Bundle mit einem Netzteil verkaufen. Laptops müssen künftig auch ohne beigelegtes Ladegerät erhältlich sein.
Auf der Verpackung muss klar erkennbar sein, ob ein Netzteil enthalten ist oder nicht. Das Ziel dahinter ist konkret: Haushalte sollen nicht länger unnötig viele USB-C-Netzteile ansammeln, nur weil jedes neue Gerät automatisch eines mitliefert.

USB-C-Pflicht gilt jetzt auch für Laptops. Was die neue EU-Regelung für Verbraucher bedeutet. Bild: Canva
Das EU-Parlament hatte die Einführung einheitlicher Ladekabel bereits im Oktober 2022 beschlossen. Für Kleingeräte wie Smartphones, Digitalkameras, E-Reader und tragbare Spielekonsolen gilt die Pflicht seit Ende 2024, Laptops folgten nun als letzte große Geräteklasse.
Das Problem, das bleibt
Der einheitliche Stecker löst das mechanische Problem, das elektronische bleibt. Denn nicht jedes USB-C-Kabel überträgt gleich viel Strom. Ein handelsübliches Smartphone-Kabel ist oft nur für 15 bis 27 Watt ausgelegt. Ein moderner Laptop benötigt je nach Modell 65 bis 100 Watt, manche Hochleistungsgeräte sogar mehr.
Wer also das falsche Kabel anschließt, lädt seinen Laptop entweder quälend langsam oder gar nicht. Beim Kauf eines Ladekabels sollten Verbraucher deshalb auf zwei Dinge achten: die Kennzeichnung Power Delivery, kurz USB-PD, und die angegebene Wattzahl. Ein Kabel mit 100 Watt oder 240 Watt ist für die meisten Laptops ausreichend, ein generisches Kabel aus der Schublade dagegen nicht.
Warum die Regelung trotzdem ein Gewinn ist
Bisher setzten viele Hersteller auf proprietäre Ladekabel, die mit Geräten anderer Marken schlicht nicht funktionierten. Wer seinen Laptop vergaß, hatte Pech. Wer das Netzteil eines Kollegen ausleihen wollte, auch. Diese Situation war jahrelang Standard, obwohl die Technologie für eine einheitliche Lösung längst vorhanden war. Nun zieht die Regulierung nach.
Ein einziges kompatibles Kabel reicht künftig für Smartphone, Tablet und Laptop, solange die Wattzahl stimmt. Das ist ein echter Gewinn im Alltag, vor allem auf Reisen.

USB-C-Pflicht gilt jetzt auch für Laptops. Was die neue EU-Regelung für Verbraucher bedeutet. Bild: Canva
Der Schritt ist konsequent, aber er verlangt von Verbrauchern ein Mindestmaß an technischem Verständnis. Wer beim nächsten Kabel blind greift, weil der Stecker passt, wird womöglich enttäuscht. Die EU hat die Hardware vereinheitlicht. Die Aufklärungsarbeit liegt weiterhin beim Nutzer.
Quellen: Zeit Online (zeit.de)
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